Schritt für Schritt zum papierlosen Lehrer*innenalltag

| Autor: Norbert Krines |

Wer als Lehrkraft seinen Papierverbrauch senken will, sieht sich oft vor große Herausforderungen gestellt. Stundenpläne, Klassenlisten, Unterrichtsentwürfe, Listen mit Fehlzeiten und vergessenen Hausaufgaben oder abgegebene Elternzettel, Sitzpläne – ohne Papier scheint es im Lehrer*innenalltag nicht zu gehen. Das papierlose Büro klingt für viele Lehrkräfte wie eine unerreichbare Utopie. Dabei muss es nicht so ein. Mit cleveren Apps zur Klassenorganisation wie Meine Klassenmappe v5 lässt sich der eigene Papierverbrauch deutlich senken – und nicht nur das. Eine digitale Klassenorganisation spart auch Zeit, weil sie viele tägliche Aufgaben und Prozesse vereinfacht. Das liegt vor allem daran, dass Meine Klassenmappe von einem Lehrer entwickelt wurde. Hier wird also aus der Schulpraxis heraus gedacht, was man sofort merkt. Hat man seine Klassen und seinen Stundenplan angelegt, hat man auf der Startseite der App alles Wichtige im Blick und vor allem im Griff: den eigenen Tagesplan mit allen Terminen, für jede Klasse eine Übersicht über Fehlzeiten, Hausaufgaben, offene Listen und vieles mehr. Alle Buttons sind mit selbsterklärenden Piktogrammen versehen, alle wichtigen Funktionen sind auf einen Blick zu finden. Sich in die App einzuarbeiten, ist kein Hexenwerk – im Gegenteil. Und sollte etwas nicht gehen oder eine Funktion fehlen, kann man sich über die Homepage mit dem Entwickler austauschen.

Umfassender Klassen- und Notenmanager

Wenn man die App heruntergeladen hat, legt man als erstes eine oder mehrere Klassen an und füllt sie mit den Daten der Schüler*innen, die man entweder einzeln eingibt oder per CSV-Datei importiert. Neben den üblichen Kontaktdaten kann man auch ein Bild hinterlegen, damit man die Namen der Schüler*innen schneller lernt. Apropos Namen lernen: Unter dem Reiter „Werkzeuge“ gibt es die Funktion „Namen von Schüler*innen trainieren“. Sind bei den Daten der Schüler*innen Fotos hinterlegt, fragt einen die App auf Wunsch ab.

Beim Anlegen einer Klasse wählt man auch ein Notensystem für den eingebauten Notenmanager. So kann man zum Beispiel festlegen, ob man ganze Noten, Dezimal- oder Tendenznoten eingeben möchte. Bei den Tendenznoten kann man einstellen, welcher Dezimalnote eine Tendenznote wie eine 3- zum Beispiel entsprechen soll. Auch eine eventuelle Halbjahresgewichtung der Noten oder ein individueller Notenschlüssel lassen sich von Anfang an definieren.

Um in einer Klasse dann Noten einzugeben, muss man zunächst beim Button „Noten“ in der unteren Übersichtsleiste die Fächer definieren, die man in der Klasse unterrichtet. Hier legt man auch die Gewichtung von Noten fest, zum Beispiel von schriftlichen Klassenarbeiten zu mündlichen Noten oder von Klausuren zu Referaten. Das Errechnen der Endnoten übernimmt dann Meine Klassenmappe. Klickt man auf das Ablagesymbol – also die Verwaltung der aktuellen Klasse – links oben in der App, kommt man zum Stundenplan der Klasse. Hier reicht es in der Regel, die eigenen Stunden einzutragen. So spart man mit der App nicht nur Papier, sondern auch Zeit: Man gibt den Anfang der ersten Stunde in die App ein und Meine Klassenmappe schlägt automatisch die passende Zeit für das Stundenende vor. Pausen, Lang- oder Kurzstunden lassen sich zudem individuell einstellen. Auch beim Sitzplan unterstützt Meine Klassenmappe die Lehrkraft. Die einzelnen Schüler*innen erscheinen nacheinander auf dem virtuellen Klassenplan und können einfach mit dem Finger auf ihren jeweiligen Sitzplatz gezogen werden.

Terminkalender und Kommunikationsplattform

Sind diese Vorarbeiten gemacht, stehen einem viele unterschiedliche Funktionen zur Auswahl, die Meine Klassenmappe zu einer wirklich hilfreichen App im Lehrer*innenalltag macht – und die über die reine Verwaltung einer Klasse hinausgehen. In der linken Spalte hat man die Auswahl zwischen der Klassen- und der Tagesansicht, die einen Überblick über die eingetragenen Stunden und Termine gibt. Mit einem weiteren Klick auf das Buch-Symbol klappt eine Wochenübersicht auf. So hat man alle wichtigen Termine immer im Blick. Apropos alles im Blick: Mit der Übersicht in der rechten App-Seite hat man die wichtigsten Informationen zur Klassenverwaltung zum Unterrichtsstart immer parat. Wer hat wie oft die Hausaufgaben vergessen, wer fehlt, was muss eingesammelt werden und so weiter. Ein nettes Feature hier ist auch das Feld für Geburtstage. Hat man die Geburtstage bei den Schüler*innendaten eingegeben, vergisst man keine Geburtstage mehr, weil die App einen beim Überblick daran erinnert, und die Schüler*innen freuen sich, wenn man an ihrem großen Tag an sie denkt. Ein kleines Detail, das aber viel zu einem positiveren Klassenklima beitragen kann. Über die Verwaltung der Klasse lassen sich die eingegebenen Daten auch jederzeit ändern und man kann ausgewählten Schüler*innen oder der ganzen Klasse Mails schicken, vorausgesetzt man hat die E-Mail-Adressen der Schüler*innen zuvor mit den anderen Daten angelegt. So kann man mit der App Benachrichtigungen und Elternzettel digital versenden und kann auch gleich den Rücklauf verwalten.

Kursbuch für Unterrichtsplanung und -materialien

Ein weiteres hilfreiches Werkzeug auf dem Weg zum papierlosen Lehrer*innenalltag ist die Funktion Kursbuch in der unteren Symbolleiste. Hier kann man nicht nur Hausaufgaben, Fehlzeiten und so weiter verwalten, sondern auch den eigenen Unterricht in Form von Verlaufsplanungen, Unterrichtskonzepten, Tafelbildern oder Audioaufnahmen, die man entweder in der App anlegt oder importiert, speichern. Meine Klassenmappe unterstützt dafür verschiedene Dateiformate wie JPEG, PDF oder Word-Dokumente.

Wie gut eine App zur Klassenorganisation ist, zeigt sich nicht zuletzt in ihrem Leistungsumfang, aber auch darin, wie mit den sensiblen Schüler*innendaten umgegangen wird. Die App selbst überträgt oder analysiert keine personenbezogenen Daten – weder vom Benutzer der Klassenmappe noch von Klassen- oder Schüler*innendaten aus der Klassenmappe. Die Daten werden also zunächst nur auf dem eigenen Gerät gespeichert – und auch dort mit Ausnahme der Bilddateien verschlüsselt. Die App selbst lässt sich auch mit einem Passwort sichern, sodass die Daten doppelt geschützt sind. Ein Passwortschutz ist auch sinnvoll, wenn man die App mit Clouddiensten wie iCloud, Dropbox oder einem eigenen WebDAV- Server verbindet, um die Daten vor Verlust zu sichern oder auf mehreren Geräten zu nutzen.

Mit der App Meine Klassenmappe kann man nahezu alle Bereiche des Unterrichts und der Klassenverwaltung papierlos bewältigen – und das auf fast jeder Plattform. Meine Klassenmappe gibt es als App für den Mac (3,59 Euro im App Store) und iPad (6,99 Euro im App Store) genauso wie für Windows (ab Windows 10, 4,99 Euro im Windows Store).