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Maske auf oder nicht?

Die Schule startet nach den Sommerferien in den Regelbetrieb.

Noch nicht alle SchülerInnen gehen wieder in die Schule, aber auch in den letzten Bundesländern naht das Ende der Sommerferien. Jetzt stellt sich die Frage: Wie sieht der Unterrichtsalltag nach den Ferien aus und wie gehen die einzelnen Bundesländer vor?

Der Ausnahmezustand der letzten Monate steckt noch tief in den Knochen. Deshalb soll in der nächsten Zeit wenn überhaupt nur im absoluten Notfall über erneute Schulschließungen nachgedacht werden. Aber die Skepsis ist bei dem Großteil der Beteiligten groß: Wie lange soll der eingeschränkte Schulbetrieb noch andauern oder müssen alle wohlmöglich bald schon wieder zurück zu Homeoffice und Homeschooling?

Momentan ist ein eingeschränkter Regelbetrieb für alle Bundesländer geplant. Mitte Juli wurde deshalb bereits ein Musterkonzept für die Hygiene innerhalb der Schulen durch die Kultusministerkonferenz vorgestellt. Dieses war aber noch sehr vage, um Flexibilität für einzelne Schulen im individuellen Umgang mit Infektionen zu gewährleisten. Wenn es um die viel diskutierte Maskenpflicht geht, scheint bisher Nordrhein-Westfalen die strengste Regelung vorzugeben, gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg. Die folgende Karte vom 3. August zeigt eine Übersicht der Maskenpflicht der einzelnen Länder.

Warum sich die einzelnen Bundesländer und ihre Vorgaben so stark unterscheiden? Diese Fragen stellen sich viele, denn die vielen verschiedenen Richtlinien unterscheiden sich so stark, dass man schnell die Übersicht verliert. Abstand oder Maske, ja oder nein – vielerorts hängt das auch von den aktuellen Infektionszahlen ab.

Beeinflusst wird es außerdem davon, dass viele WissenschaftlerInnen und PädagogInnen langfristig psychische Folgen für SchülerInnen vermuten und so leichte Abstufungen und Anpassung in einzelnen Bundesländern vorgenommen werden. Zu wenig soziale Kontakte im Homeschooling und jetzt die eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten im Schulbetrieb könnten den Kindern und Jugendlichen schaden. Deshalb solle der Alltag zurück in der Schule so normal wie möglich ablaufen. Eine schwierige Entscheidung, die mit viel Unsicherheit und Skepsis verbunden ist. Endgültig und in Stein gemeißelt sind die meisten Regelungen jedoch auch noch nicht.

„Ein längerer Ausschluss aus diesen Lern- und Erfahrungsräumen schädigt Kinder und Jugendliche in ihrer kognitiven, emotionalen und sozialen Entwicklung und hinterlässt Spuren, die schon jetzt sichtbar sind und sich auch für längere Zeit nach der Aufhebung der Restriktionen zeigen werden“, warnte die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie.

Noch dazu gibt es Kritik vom Bundeselternrat und der Bundesschülerkonferenz, denn die momentanen Schulstrukturen seien noch nicht ausreichend an die Situation angepasst und gerade bei hohen Temperaturen sei eine Maskenpflicht unzumutbar. Es bleibt spannend, wie es im Regelbetrieb nach den Ferien weitergeht und wie sich einzelne Regelungen ergeben. Neben der Maskenpflicht gibt es weiterhin fast überall fest eingeteilte Lerngruppen, Wegweiser sind im Schulgebäude aufgehängt und auch die Pausenzeiten sind strikt geregelt.

Wie wichtig empfinden Sie die Maskenpflicht? Sollte die Thematik Corona als Unterrichtseinheit in der Schule einfließen?

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Quellen:
Newsforteacher: Kultusminister einigen sich auf ein Hygiene-Konzept für Schulen – beschließen aber wenig Konkretes.
Newsforteacher: Corona-Krise: Welche psychische Folgen bei Schülern zu erwarten sind.
Tagesspiegel: So (un)vorbereitet sind die Länder für den Schulbeginn.
Welt: Ist die Maskenpflicht im Unterricht nötig – oder ein Problem?