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Kurzfristige Förderungen durch DigitalPakt auch in Übergangsphase möglich.

Von 22. April 2020 Keine Kommentare
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Mehr Chancengleichheit – der DigitalPakt soll helfen.

Der Einsatz digitaler Medien bietet sehr großes Potential, Menschen auf der ganzen Welt den Zugang zu Bildung zu ermöglichen, gemeinschaftlich zu Lernen und individuell zu fördern. Informationen, die online erhältlich sind, können theoretisch mehr Menschen mit einbinden und Bildungserfolge steigern. Auch in Zeiten von Corona zeigen sich die vielen kreativen Möglichkeiten, die für digitalen Unterricht entwickelt und in Zeiten von Homeschooling eingebunden werden können.

Viele Lehrkräfte sind in Zeiten der Schulschließungen sehr motiviert, kreative Tools anzuwenden und Plattformen auszuprobieren. Gerade jetzt fallen jedoch auch die Grenzen des digitalen Unterrichts von zu Hause auf.  Das Lernen aus der Distanz, die digitalen Angebote können in der Praxis nicht von allen gleichermaßen genutzt werden.

Die Basis, die Ausstattung mit technischen Endgeräten, ist nicht in jeder Familie gleichermaßen gegeben. Hinzu kommt die fehlende Medienkompetenz, die sich im Schulunterricht teilweise erst in den Kinderschuhen befindet. Diese ist neben der technischen Ausstattung grundlegend dafür, dass alle SchülerInnen gleichberechtigt, mit gleichen Chancen von der Digitalisierung des Unterrichts profitieren können.

Um die Potentiale der Digitalisierung bestmöglich ausschöpfen zu können, unterstützt der DigitalPakt Schule. Dieser ermöglicht im Rahmen der Digitalstrategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die Unterstützung von Schulen durch technische Infrastruktur und Ausstattung sowie pädagogische Konzepte, damit SchülerInnen den verantwortungsvollen Umgang im digitalen Alltag lernen können. Bis jetzt wurden von den 5 Milliarden Euro erst 40 Millionen abgerufen und das fällt natürlich jetzt besonders auf.

Deshalb gibt es jetzt kurzfristig Hilfe, wie Ministerin Karliczek in einem Statement verkündet: 100 Millionen Euro für die Schulen für die Zeit der Schulschließungen. Weiterhin bleibt diese Möglichkeit auch für die Übergangsphase aktuell. Damit Schülerinnen und Schüler digital weiterlernen und Lehrkräfte ihren Unterricht abhalten können, sollen dadurch die Anschaffung von Lizenzen für Plattformen unterstützt werden. Voraussetzung für die kurzfristige Förderung ist die Zusammenarbeit mit mindestens einem anderen Land, um so Synergieeffekte erzielen zu können.

„Digitales Lernen und Lehren ist in diesen Tagen eine gute Möglichkeit, für Schülerinnen und Schüler Unterrichtsausfälle abzufedern. Diese Formen des Unterrichts sollen jetzt zügig stark ausgeweitet werden. Deshalb werden wir kurzfristig Gelder aus dem DigitalPakt Schule bereitstellen. Wir wollen vor allem auch die Lehrerinnen und Lehrer bei ihrer derzeit besonders anspruchsvollen Aufgabe unterstützen.“ Anja Karliczek –Bundesbildungsministerin.

Niedersachsen vereinfacht darüber hinaus die Anschaffung mobiler Endgeräten durch den DigitalPakt Schule während der Zeit der Schulschließungen. Damit sollen im Einzelfall Schülerinnen und Schüler ohne eigenes Endgerät für diese Zeit das schulgebundene Gerät mit nach Hause nehmen dürfen. Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen, alle SchülerInnen gleichermaßen digital beschulen zu können. Die Antragsstellung dafür sollte zeitnah begonnen werden, damit auch trotz Lieferengpässen die Geräte schnellstmöglich ankommen. Weitere Informationen zu den Regelungen in Niedersachsen können Sie hier nachlesen.

Quellen:
Bundesministerium für Bildung und Forschung: Entschlossenes Handeln in der Krise! Digitalpakt-Mittel sollen unkompliziert Unterrichtsabsicherung in Corona-Zeiten unterstützen.
Bundesministerium für Bildung und Forschung: DigitalPakt Schule. Das smarte Klassenzimmer.
Land Niedersachsen: Anschaffung von mobilen Endgeräten zu Zeiten von Schulschließungen vereinfacht möglich.
Netzwerk Digitale Bildung: Thesen für die digitale Bildung. Empfehlungen an Entscheidungsträger.